🧮 Kostenloser Kostenrechner für die 3D-Druck-Community
Was kostet mein 3D-Druck wirklich – und welchen Preis muss ich auf Etsy verlangen, damit am Ende Gewinn übrig bleibt? Genau das rechnet dir dieses kostenlose Tool aus. Kein Login, keine Anmeldung, keine versteckten Kosten: unser Beitrag für die Maker-Community. 💖
🧮 Der Rechner: Selbstkosten, Direktverkauf oder Etsy
Drei Modi, ein Rechner: Selbstkosten für den Eigenbedarf, Verkauf ohne Gebühren für den Direktverkauf an Freunde, Kollegen oder auf Märkten – und Etsy-Verkaufspreis, bei dem nach Abzug aller Gebühren dein Wunsch-Gewinn übrig bleibt. Den Gewinn stellst du per Schieberegler ein oder tippst ihn direkt ins Feld. Der Verschleiß wird über deinen Drucker-Kaufpreis berechnet – wir rechnen mit 4000 Druckstunden durchschnittlicher Lebensdauer.
🔩 Verschleiß: Kaufpreis ÷ 4000 Druckstunden Lebensdauer = 0,08 € pro Druckstunde (Düsen, Platten, Riemen & anteilige Anschaffung).
Etsy-Gebühren Stand Juli 2026: 0,18 € Einstellgebühr, 6,5 % Transaktionsgebühr, 4 % + 0,30 € Zahlungsabwicklung (Deutschland). Offsite Ads: 15 % (bzw. 12 % ab 10.000 $ Jahresumsatz, dann Pflicht), gedeckelt auf 100 $ pro Bestellung – fällt nur an, wenn der Käufer über eine von Etsy geschaltete Anzeige kam; kleine Shops können sich abmelden. Die Umlage-Auswahl verteilt diese Gebühr rechnerisch auf alle Verkäufe, die tatsächliche Häufigkeit ist je Shop unterschiedlich. Alle Angaben ohne Gewähr – aktuelle Details bei Etsy. Der Rechner liefert Richtwerte und ersetzt keine steuerliche Beratung.
📋 So benutzt du den Rechner (3 Schritte)
- 1. Slicer öffnen: Nach dem Slicen zeigt dir Bambu Studio, OrcaSlicer, PrusaSlicer oder Cura das Gewicht in Gramm und die Druckzeit an – diese zwei Zahlen oben eintragen.
- 2. Deine Werte prüfen: Filament-Kilopreis (steht auf der Rechnung), Strompreis (steht auf deiner Stromabrechnung, Bundesschnitt ca. 0,35 €/kWh) und den Kaufpreis deines Druckers eintragen.
- 3. Modus wählen: „Selbstkosten" für den Eigenbedarf, „Verkauf ohne Gebühren" für den Direktverkauf an Freunde oder auf Märkten – oder „Etsy-Verkaufspreis", wenn die Plattform-Gebühren mitgerechnet werden sollen. Fertig.
❓ Wie berechnet man die Kosten für einen 3D-Druck?
Die Kosten eines 3D-Drucks berechnet man mit der Formel: Materialkosten (Gewicht in Gramm × Kilopreis ÷ 1000) + Stromkosten (Druckstunden × ca. 0,1 kW × Strompreis) + Verschleiß (Druckstunden × Drucker-Kaufpreis ÷ 4000 Stunden Lebensdauer). Ein 50-Gramm-Druck mit 4 Stunden Druckzeit kostet so je nach Drucker etwa 1 bis 1,50 Euro an Selbstkosten.
Die 4000 Stunden sind ein realistischer Durchschnittswert für die Lebensdauer eines Hobby-FDM-Druckers, bevor größere Reparaturen oder ein Neukauf anstehen – so verteilt sich die Anschaffung fair auf jeden einzelnen Druck. Wer es genauer mag: Ausführliche Rechenbeispiele und die komplette Formel-Erklärung stehen in unserem Ratgeber „Was kostet 3D-Druck?".
❓ Was kostet ein 3D-Druck pro Stunde?
Eine Druckstunde auf einem Hobby-FDM-Drucker kostet ohne Material etwa 0,10 bis 0,20 Euro: rund 3 bis 5 Cent Strom (bei 100–150 Watt und 35 Cent/kWh) plus 5 bis 15 Cent anteiliger Verschleiß für Düsen, Druckplatten und die Drucker-Anschaffung. Das Material kommt on top und hängt allein vom Gewicht ab – bei PLA ab 13 €/kg sind das etwa 1,3 Cent pro Gramm.
Ein 10-Stunden-Druck über Nacht schlägt also mit nur ein bis zwei Euro Betriebskosten zu Buche – Strom ist beim 3D-Druck deutlich billiger, als die meisten denken.
❓ Wie viel Gewinn sollte man pro 3D-Druck einplanen?
Als Faustregel für den Verkauf von 3D-Drucken gilt: Der Gewinn sollte mindestens die eigene Arbeitszeit (Slicen, Drucker vorbereiten, Entstützen, Verpacken – realistisch 15 bis 30 Minuten pro Bestellung) plus einen Puffer von 10 bis 20 Prozent für Fehldrucke abdecken. Bei Deko-Artikeln ist das Drei- bis Fünffache der reinen Selbstkosten ein üblicher und fairer Verkaufspreis.
Diese Posten vergessen Einsteiger bei der Gewinnermittlung am häufigsten:
- Arbeitszeit: Auch „nur schnell verpacken" ist Zeit – rechne sie ehrlich mit einem Stundensatz.
- Fehldrucke & Ausschuss: Nicht jeder Druck gelingt. 10–20 % Aufschlag auf die Materialkosten sind realistisch.
- Verpackung & Versandmaterial: Karton, Füllmaterial, Etikett – schnell 0,50 bis 1,50 € pro Sendung.
- Plattform-Gebühren: Bei Etsy je nach Preis 12–25 % des Verkaufspreises – genau dafür rechnet unser Rechner rückwärts.
- Design-Lizenzen: Viele STL-Dateien erlauben den Verkauf nur mit kommerzieller Lizenz (z. B. Membership des Designers) – vor dem Verkauf prüfen!
❓ Wie berechne ich den Verkaufspreis für 3D-Drucke auf Etsy?
Den Etsy-Verkaufspreis berechnet man rückwärts: Selbstkosten plus Wunsch-Gewinn ergeben den Betrag, der nach Gebühren übrig bleiben muss – daraus folgt der Verkaufspreis über die Formel Preis = (Selbstkosten + Gewinn + Fixgebühren) ÷ (1 − prozentuale Gebühren). Bei den aktuellen Etsy-Gebühren für Deutschland (6,5 % Transaktionsgebühr, 4 % + 0,30 € Zahlungsabwicklung, 0,18 € Einstellgebühr, plus 19 % USt auf die Gebühren für Kleinunternehmer) bedeutet das: Wer 10 € behalten will, muss rund 12 € verlangen.
Wichtig: Die Transaktionsgebühr fällt auch auf den Versandpreis an, und wenn Etsy deinen Artikel über Offsite Ads verkauft, kommen einmalig 15 % dazu (gedeckelt auf 100 $ pro Bestellung). Unser Rechner oben preist das wahlweise als Umlage über alle Verkäufe ein – so bleibst du auch dann im Plus, wenn die Werbegebühr zuschlägt.
❓ Muss ich für den Verkauf von 3D-Drucken ein Gewerbe anmelden?
Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht 3D-Drucke verkauft – etwa über einen Etsy-Shop – handelt in Deutschland in der Regel gewerblich und muss ein Gewerbe anmelden; der einmalige Verkauf gebrauchter Eigenstücke ist dagegen meist privat. Die Anmeldung kostet je nach Stadt etwa 20 bis 60 Euro, und als Kleinunternehmer nach § 19 UStG musst du keine Umsatzsteuer ausweisen.
Denk außerdem an die Einkommensteuer auf deine Gewinne und daran, dass Plattformen wie Etsy Verkaufsdaten an die Finanzbehörden melden (Plattformen-Steuertransparenzgesetz). Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung – im Zweifel kurz beim Steuerberater oder Finanzamt nachfragen.
💖 Für die Community: Teilen ausdrücklich erwünscht
Dieser Rechner ist unser kostenloser Beitrag für die 3D-Druck-Community – gebaut von der Filamentbude in Oberhausen. Du darfst ihn gern in Foren, Discord-Servern, Facebook-Gruppen und Videos verlinken: filamentbude.de/3d-druck-kosten-rechner
Fehlt dir eine Funktion oder stimmt eine Gebühr nicht mehr? Schreib uns – wir halten den Rechner aktuell.
